Keine Benachteiligung
Alle Kinder haben dieselben Rechte. Niemand darf ausgeschlossen oder schlechter behandelt werden.
Kinderrechte sind keine Belohnung und kein Extra. Sie gelten für jedes Kind – und sie helfen dabei, dass Kinder sicher, gesund und mitbestimmt aufwachsen können.
Kinderrechte sind besondere Menschenrechte für Kinder und Jugendliche. Sie berücksichtigen, dass Kinder besonderen Schutz brauchen, gefördert werden sollen und bei Entscheidungen, die sie betreffen, mitreden dürfen.
Die wichtigsten Regeln stehen in der UN-Kinderrechtskonvention. Sie wurde am 20. November 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet und trat am 5. April 1992 für Deutschland in Kraft.
Sie ziehen sich durch die gesamte Kinderrechtskonvention.
Diese vier Gedanken helfen dabei, Kinderrechte richtig zu verstehen.
Alle Kinder haben dieselben Rechte. Niemand darf ausgeschlossen oder schlechter behandelt werden.
Kinder haben das Recht zu leben, sich gut zu entwickeln und vor Gewalt und Vernachlässigung geschützt zu werden.
Wenn Entscheidungen Kinder betreffen, muss ihr Wohl besonders berücksichtigt werden.
Kinder dürfen ihre Meinung sagen und sollen bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, beteiligt werden.
Tippe auf „Beispiel aus dem Alltag“, um zu sehen, was das jeweilige Recht ganz praktisch bedeuten kann.
Du darfst deine Meinung sagen, wenn etwas dich betrifft. Erwachsene sollen dir zuhören und deine Meinung passend zu deinem Alter und deiner Reife berücksichtigen.
Zum Beispiel bei Entscheidungen in der Familie, in der Schule oder bei Behörden, die dein Leben betreffen.
Alle Kinder haben dieselben Rechte. Niemand darf wegen Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, Geschlecht, Behinderung oder anderer Merkmale benachteiligt werden.
Kinderrechte gelten für alle Kinder – ohne Ausnahme.
Du hast das Recht, vor körperlicher und seelischer Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung geschützt zu werden.
Gewalt ist kein Erziehungsmittel. Schutz und Sicherheit gehen vor.
Du hast ein Recht auf Bildung und darauf, zur Schule gehen und lernen zu können.
Bildung soll dir helfen, deine Fähigkeiten zu entwickeln und deine Zukunft mitzugestalten.
Du hast das Recht auf freie Zeit, Spiel, Erholung sowie auf kulturelle und künstlerische Aktivitäten.
Kinder brauchen nicht nur Schule und Pflichten, sondern auch Zeit zum Spielen, Ausruhen und Kreativsein.
Du hast das Recht auf die bestmögliche Gesundheit, medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser, gesundes Essen und eine sichere Umwelt.
Gesundheit bedeutet Körper, Seele und eine Umgebung, in der Kinder gut aufwachsen können.
Kinder haben grundsätzlich das Recht auf Kontakt und Fürsorge durch ihre Eltern, solange das Kindeswohl dadurch nicht gefährdet wird.
Bei allen Entscheidungen muss das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen.
Kinder mit Behinderung haben das Recht auf besondere Förderung und Unterstützung, damit sie möglichst selbstständig und aktiv am Leben teilnehmen können.
Teilhabe bedeutet: nicht nur dabei sein dürfen, sondern wirklich mitmachen können.
Kinder müssen vor sexuellem Missbrauch und vor jeder Form von Ausbeutung geschützt werden.
Kein Kind darf für die Interessen anderer ausgenutzt werden.
Kinder auf der Flucht und Kinder in Kriegsgebieten haben ein Recht auf besonderen Schutz und Hilfe.
Kinder brauchen Sicherheit – unabhängig davon, in welchem Land sie geboren wurden oder leben.
Nicht nur bei großen politischen Entscheidungen. Kinderrechte spielen auch in ganz normalen Alltagssituationen eine Rolle.
Du hast ein Recht auf Bildung, faire Behandlung und darauf, dass deine Meinung bei Dingen gehört wird, die dich betreffen.
Du hast ein Recht auf Schutz, Fürsorge, Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung.
Auch online zählen Schutz, Privatsphäre, Information und Beteiligung. Kinderrechte verschwinden nicht, nur weil ein Bildschirm dazwischen ist.
Spielen, Freunde treffen, kreativ sein und sich erholen gehören nicht einfach „irgendwie dazu“ – auch dafür gibt es ein Recht.
Wenn du glaubst, dass ein Recht von dir nicht beachtet wird, musst du damit nicht allein bleiben. Sprich mit einer erwachsenen Person, der du vertraust – zum Beispiel in deiner Familie, in der Schule oder bei einer Beratungsstelle. Bei ernsten Sorgen kann auch das Jugendamt eine Anlaufstelle sein.
Wichtig: Wenn du von Gewalt, Missbrauch oder einer akuten Gefahr betroffen bist, hol dir möglichst schnell Unterstützung bei einer vertrauenswürdigen erwachsenen Person oder einer zuständigen Stelle.
Fünf kurze Fragen. Keine Noten, kein Stress – nur ein bisschen Köpfchen.
Richtig: Kinderrechte sind keine Belohnung. Sie gelten für alle Kinder.
Genau. Beteiligung gehört zu den Grundprinzipien der Kinderrechte.
Richtig. Artikel 31 schützt Spiel, Freizeit, Erholung und kulturelle Aktivitäten.
Richtig erkannt: Kinderrechte gelten auch in der digitalen Welt.
Genau. Kein Kind darf wegen persönlicher Merkmale benachteiligt werden.
Am 20. November 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention. Deshalb wird rund um den 20. November weltweit besonders auf Kinderrechte aufmerksam gemacht.
Für diese Seite haben wir uns an offiziellen Informationen zur UN-Kinderrechtskonvention orientiert.
Kinderrechte funktionieren am besten, wenn Kinder sie kennen und Erwachsene sie ernst nehmen.